Wissenswertes über das Denkmal

 

 

(nach Chr. Schaible, entnommen aus der Festschrift zur Einweihung des Kinderhortes und der Kinderkrippe Ergoldsbach)

Die Bronzeplastik besteht – leicht überlebensgroß – aus einem Mann und einem Kind, das seitlich versetzt hinter ihm steht. Die beiden Figuren stehen nahezu ebenerdig auf einem flachen Granitsockel und zeichnen sich durch eine kantige, aus vielen Einzelflächen zusammengesetzte Oberfläche aus. Diese Flächen sind nicht geglättet, sondern weisen eine grob modellierte Struktur auf.

Selbstverständlich soll das Bildwerk an die mutige Tat Brunners erinnern, doch es geht noch einen Schritt weiter ins Allegorische. Dem Betrachter der Gruppe wird der Begriff der Zivilcourage in vier Aspekten näher gebracht, die – obwohl zeitlich hintereinander stattfindend – in einer einzigen, kraftvollen Bewegung dargestellt werden

  • Der Entschluss, der nur Sekundenbruchteile vor dem tatsächlichen Einschreiten stattfindet, wird durch eine Vorwärtsneigung, durch die zur Schau gestellte Körperhaltung und die beginnende Schrittstellung der Beine der größeren Figur hervorgehoben.
  • Das Beschwichtigen eines (unsichtbaren) Angreifers zeigt sich in der Gebärde der rechten Hand der Statue.
  • Das Element des Schützens offenbart sich in Zusammenhang mit der seitlich nach hinten versetzten kindlichen Figur, die von der linken Hand der Hauptfigur von der Gefahrensituation ferngehalten wird.
  • Der auffälligste Bestandteil ist aber die Anonymität des Helfers, die durch die Gesichtslosigkeit der Figuren verdeutlicht wird. Somit hat jeder die Möglichkeit, sich selbst darin wieder zu erkennen.

Das obige Bild zeigt Künstler Stefan Rottmeier vor seiner Skulptur.

Der folgende Link führt auf die Homepage der Dominik-Brunner-Stiftung: